Wer meinen Weg bisher mitverfolgt hat, der wird wissen das meine Online Marketing Anfänge im Affiliate Marketing liegen. In meiner langjährigen Reise im Online Marketing hat mich dieses Thema stets begleitet. Immer wieder stoße ich dabei auf zwei Arten von Menschen die einen, die nicht wissen was Affiliate Marketing ist und die anderen, die glauben Affiliate Marketing wäre unseriös.

Der heute Beitrag soll Licht ins Dunkel bringen, er soll dich mit dem Thema Affiliate Marketing vertraut machen und dir einen Eindruck vermitteln, was Affiliate Marketing ist, wie es funktioniert, worauf zu achten ist und wie du es für dein Unternehmen womöglich nutzen könntest.

 

Was ist Affiliate Marketing und wie funktioniert es?

Das Wort „Affiliate“ kommt aus dem Englischen und kann mit “Vermittler” oder “Unterstützer” übersetzt werden. Das Prinzip des Affiliate Marketing folgt dabei den aus der offline Welt bekannten, erfolgsbasierten Provisionsmodellen. Dieses Modell ist im Vertrieb seit langer Zeit etabliert und anerkannt.

Der Unternehmer (Merchant oder Advertiser genannt) bezahlt dabei seinen Vertriebspartnern (Publisher oder Affiliates genannt) immer dann eine Provision, wenn diese eine valide Kunden-Aktion (z.B. Bestellung oder Newsletter-Eintrag) vermitteln.

Wie bereits erwähnt funktioniert Affiliate Marketing nach dem Prinzip: Provision für Vermittlungen. Dabei gelangen Internetnutzer auf die Seite eines Publishers (z.B. über Google oder Facebook) und werden dann von diesem Publisher über eine Verlinkung auf die Website eines Händlers/ Dienstleisters (=Advertiser) weitergeleitet. Damit der Advertiser nachvollziehen kann wann, welcher Publisher eine Bestellung vermittelt hat werden für die Weiterleitung sogenannte “Affiliate Links” eingesetzt.

 

Was ist ein Affiliate Link

Ein Affiliate-Link enthält unterschiedliche Parameter, unter anderem auch eine eindeutig zuordenbare PartnerID. Anhand derer ist vollziehbar welcher Publisher für eine Transaktion, oder Newsletter-Eintragung verantwortlich ist.

Hier ein Beispiel anhand eines meiner Affiliate Links von Digistore24: http://go.Philipph.14007.digistore24.com/CAMPAIGNKEY (In diesem Beispiel wäre Philipph die mir zugerechnete PartnerID).

Wird der Affiliate-Link aufgerufen kann der Advertiser nachvollziehen, welcher Publisher den Interessenten weitergeleitet hatte. Kommt es in der Folge zu einer Aktion (meistens Kaufabschluss), wird der Publisher in Form einer Provision entlohnt. Durch Affiliate Marketing entsteht somit eine Win-Win-Situation.

Der Advertiser muss nicht in finanzielle Vorleistung gehen, sondern schüttest nur dann eine Provision aus, wenn die von ihm gewünscht Aktion vollzogen wurde. Auf der anderen Seite erhält der Publisher für seine Vermittlung eine Provision.

Das gesamte Modell, inklusive aller technischen Einstellungen, Werbemitteln und Provisionen wird Affiliate Programm oder Partnerprogramm genannt. Jedes Partnerprogramm benötigt eine technische Infrastruktur, auf der Affliate-Links, Erfolgsmessung und Werbemittel verwaltet werden können. Diese Infrastruktur stellen Affiliate Netzwerke zur Verfügung.

 

Was sind Affiliate Netzwerke & welche gibt es?

Affiliate Marketing wird, wie bereits erwähnt, über sogenannte Affiliate Netzwerke abgewickelt. Man unterscheidet dabei Private und Öffentliche Netzwerke.

Private Netzwerke sind Netzwerke, die von nur einem Unternehmen genutzt werden. Meistens sind hier die Publisher auch gezielt vom Unternehmen ausgewählt. Außerdem sind diese Netzwerke speziell auf die Bedürfnisse des betreibenden Unternehmens abgestimmt.

Öffentliche Netzwerke sind allgemein zugängliche Plattformen. Hier können sich sich Advertiser (Unternehmen) und Publisher registrieren und passende Kooperationen eingehen. Die Affiliate Netzwerke stellen die gesamte Infrastruktur eines Partnerprogramms zur Verfügung und treten als Vermittler auf. Die Unternehmen müssen diese Infrastruktur adaptieren bzw. das Affiliate-Tracking (Messbarkeit welcher Publisher, wann eine Provision bekommt) in die eigene Website integrieren.

Je nachdem um welches Netzwerk es sich handelt ist eine Einrichtungsgebühr zu entrichten. Diese sind aber mitunter verhandelbar. Für Publisher ist eine Teilnahme an diesen Netzwerken stets kostenlos. Sie können sich bei interessanten Partnerprogrammen bewerben und sofern sie angenommen werden, die Angebote des Advertisers im Internet vermarkten.
In weiterer Folge finanzieren sich Öffentliche Netzwerke über eine Erfolgsbeteiligung an den Umsätzen ihrer registrierten Publisher.

Als kurzes Beispiel: Der Advertiser schütten in einem Monat insgesamt 500€ als Provision an seine Publisher aus. Demnach würde das Netzwerk z.B. 20% (= 100€) von diesen 500€ bekommen, somit wären insgesamt 600€ zu bezahlen.

Sollte aber kein Umsatz generiert werden ist auch an das Netzwerk nichts zu bezahlen. Private Netzwerke sind meistens an Lizenzgebühren oder monatlichen Betriebskosten gebunden. Somit entstehen monatliche Fixkosten, die sich erst ab einem gewissen Umsatzvolumen rechnen.

 

Welche Affiliate Netzwerke sollte man kennen?

Weltweit gibt es Unmengen von Affiliate Netzwerken, selbst im deutschsprachigen Raum ist die Zahl recht groß. Trotzdem gibt es nur wenige Affiliate Netzwerke, die wirklich relevant sind. Aus diesem Grund möchte ich dir hier die aus meiner Sicht 5 wichtigsten nennen:

  • Affilinet: Das größte Affiliate Netzwerk im deutschsprachigen Raum
  • Zanox/ AWIN: Das zweitgrößte Netzwerk im deutschsprachigen Raum bzw. auch international aktiv.
  • Belboon: Kleineres Netzwerk, ohne Setup-Gebühr
  • Digistore24: Spezialisiert auf Digitale Produkte (eBooks, Tickets & Online Kurse)
  • Commision Junction: größte Netzwerk weltweit

 


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Daneben gibt es noch weitere kleine bzw. spezialisierte Affiliate Netzwerke, etwa in der Finanzbranche.

 

Affiliate Marketing – Vergütungsmodelle

Im Affiliate Marketing basieren die meisten Partnerprogramme auf zumindest einem der beiden Vergütungsmodelle „Pay-Per-Sale“ oder „Pay-Per-Lead„. Weitere Vergütungsmodelle wären „Pay Per Click“ oder „Lifetime-Provisionen“.  Grundsätzlich gilt zu überlegen, welches System am besten zu deinem Geschäftsmodell passt!

 

Pay Per Sale – Vergütung (PPS)

Pay per Sale bedeutet, dass der Publisher eine Provision erhält, wenn ein weitergeleiteter Besucher eine Bestellung tätigt. Die Höhe der Provisionen sind stark von der jeweiligen Branche abhängig. Meistens handelt es sich um einen relativen Anteil am erzielten Umsatz. In manchen Branchen (z.B. sind fixe Euro-Provisionen gängiger.

Hier einige Richtwerte:

  • Technik –> 2 – 5%
  • Bekleidung u. Reisen –> 5 – 12%
  • Bücher u. DVD`s –> 8 – 15%
  • Software –> 15-25%
  • Digitale Produkte –> bis zu 70%

 

Pay Per Lead – Vergütung (PPL)

Bei PPL bekommt der Publisher seine Provision, sobald ein weitergeleiteter Besucher auf der Website gelangt und eine festgelegte, kostenlose Aktion vollzieht.

Solche Aktionen haben in der Regel das Ziel Kontaktdaten (E-Mail Adresse) zu erfragen, um später mittels E-Mail Marketing Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen.

Folgende Kampagnen sind gängig:

  • Gewinnspiele
  • kostenlosen Test-Abos
  • kostenlose Testfahrten oder
  • gratis Mitgliedschaften
  • kostenlose Informationen

Wichtig: Es geht hier um Interessenten, aber nicht um Kunden! Für eine PPL-Vergütung sind Umsätze nicht notwendig.

Die Provisionen liegen bei PPL zwischen 0,20 und 5 €. pro Lead. In der Finanz- bzw. Versicherungsbranche gibt es hin und wieder bis zu 20€ und mehr. Dieses Affiliate Vergütungsmodell ist bei Publishern beliebt und stellt eine gute Alternative bzw. Ergänzung zu PPC-Kampagnen dar.

Pay Per Click – Vergütung (PPC)

PPC bedeutet, der Publisher bekommt für jeden auf deine Website weitergeleiteten User eine Provision, also bei jedem erzeugten Klick. Das finanzielle Risiko liegt hier zu 100% beim Unternehmer. Im klassischen Affiliate Marketing ist PPC kaum noch anzutreffen. PPC-Marketing ist schon seit langem eine eigene Online Marketing Disziplin.

Wichtig: Wenn du PPC-Marketing betreiben willst, musst du extrem analytisch vorgehen und nur auf bekannte, vertrauenswürdige Kooperationspartner zurückgreifen.

Der Vorteil an PPC ist, dass sich erfolgreiche Kampagnen nach oben skalieren lassen.

 

Mischformen

Mischformen sind Kombination aus den genannten Vergütungsmodellen. Meist wird PPS mit PPL kombiniert. Beispielsweise wenn neben der Sale-Vergütung auch eine Provision für den Newsletter-Eintrag angeboten wird. Eine andere Variante wäre eine zusätzliche Lead-Vergütung für Neukunden-Bestellungen.

Lifetime-Provisionen

Bei diesem Verrechnungsmodell erhält der Publisher eine monatliche Provisionen, so lange sein vermittelter Kunde ein bestimmtes Produkt nutzt. Da die meisten Online Verkäufe auf Einmalzahlungen basieren macht dieses Modell wenig Sinn.

Hingegen stellen Abo-Angebote eine tolle Möglichkeit dar, um Publisher mit Lifetime-Provisionen langfristig zu binden.  Für Publisher sind Lifetime-Provisionen extrem interessant!

 

Zwei- oder mehrstufige Vergütungsmodelle

Dieses Vergütungsmodell ist aus dem Network Marketing abgeleitet. Es eignet sich sehr gut um schnell ein großes Affiliate-Vertriebsteam aufzubauen. Bei dieser Vergütungsvariante erhalten Publisher einerseits Geld für vermittelte Bestellungen. Andererseits werden sie auch an den Provisionen von ihnen geworbener Publisher beteiligt.

 

Welche gängigen Affiliate Geschäftsmodelle gibt es?

Affiliate Marketing kann im Grunde überall betrieben werden, wo man Affiliate Links platzieren kann/ darf. Daher haben sich auch sehr viele unterschiedliche Geschäftsmodelle herausgebildet. Die häufigsten darunter sind:

  • Gutschein- & Dealportale: Bieten Gutscheine & Aktionen der Advertiser an.
  • Vergleichsportale: Vergleichen Produkte oder Dienstleistungen miteinander.
  • Preissuchmaschinen: Preisvergleiche von Produkten.
  • Cashback & Loyality Portale: Geben einen Teil der Provision an den Endkunden oder gemeinnützige Organisationen weiter.
  • Nischen-Blogs: Schreiben ausführlich über Nischen-Themen
  • Meta-Netzwerke: Stellen vielen, kleinen Webseiten Affiliate Links auf einfache Weise bereit
    hochtechnologische Dienstleister: Bieten technische Dienstleistungen auf Provisionsbasis an.

 

Nachteile von Affiliate Marketing

Affiliate Marketing steht immer wieder Kritik. Viele Unternehmer lehnen dieses Vertriebsmodell kategorisch ab, aber auch viele Webseiten-Betreiber weigern sich diese Art der Monetarisierung zu nutzen. Dafür gibt es einige mehr oder weniger schlagkräftige Argumente, die drei wichtigsten will ich dir nicht vorenthalten.

 

Im Affiliate Marketing wird betrogen

Affiliate Marketing lebt von einem fairen Miteinander zwischen Advertiser und Publisher, so wie einem sauberen Tracking (= Erfolgsmessung). Kann das nicht gewährleistet werden steht man schnell in der Kritik der Publisher. Zudem kann schlechtes Tracking auch dazu führen, dass Publisher Lücken finden um Geld für nicht erbrachte Leistungen zu kassieren. Daraus resultiert oft ein gegenseitiges Misstrauen.

Aus meiner langjährigen Erfahrung im Affiliate Marketing kann ich dir aber sagen, dieses Misstrauen ist zumeist unbegründet. In der Regel versuchen beide Seiten gemeinsam das Optimum zu erreichen. Wenn du ein Partnerprogramm betreiben will, dann achte extrem auf ein sauberes und transparentes Tracking. Damit kommt es erst gar nicht zu Problemen.

 

Affiliate Marketing ist zu aufwendig

So toll es klingt, dass man ein geringes finanzielles Risiko eingeht, so zeitaufwändig ist ein erfolgreiches Affiliate Programm. Du musst für deine Partner erreichbar sein und dich auch proaktiv bei ihnen melden. Du musst Kampagnen und Aktionen mit Ihnen abstimmen, Werbemittel bereitstellen und die offenen Provisionen bearbeiten. Auch auf die saubere Technik und die Entwicklungen der Branche sollte man ein Auge haben. Nicht zu unterschätzen ist auch die Publisher-Akquise, speziell als unbekannte Marke ist es nicht immer einfach Partner für sich zu gewinnen.

Wenn du mit Affiliate Marketing starten willst musst du dir darüber im klaren sein, dass du dich um deine Partner zu kümmern hast. Der regelmäßig Austausch baut gegenseitiges Verständnis und Vertrauen auf nur so kann Affiliate Marketing funktionieren.

 

Publisher greifen nur Orders ab und bringen keinen Mehrwert

Diese Meinung gibt es leider noch immer in der Online Marketing Branche. Doch es ist weit weg von der Wahrheit! Ja, es gibt Publisher-Modelle, die darauf abzielen möglichst nah am Kaufabschluss dran zu sein (z.B. Gutscheinportale), hier ist ein Mitnahmeeffekt eindeutig vorhanden.

Allerdings zwingt dich niemand mit diesen Seiten zusammenzuarbeiten, im Gegenteil du kannst solche Segmente gezielt ausschließen. Bezüglich der Kosten kann ich dir auch sagen, dass Affiliate Marketing einer der günstigsten Kanäle überhaupt ist. In den Firmen für dich ich tätig war und bin liegt Affiliate Marketing unter den 2-3 günstigsten Kanälen. Adwords, Facebook Ads, oder sogar SEO sind meist deutlich teurer und riskanter.

 

Affiliate Marketing ist nicht skalierbar

Die fehlende Skalierbarkeit ist tatsächlich ein deutlicher Nachteil im Affiliate Marketing. Man kann zwar über Kampagnen und Provisionen eine Steuerung einführen. Allerdings lässt es sich nie so einfach auf “Knopfdruck” nach oben skalieren wie etwa Adwords oder Facebook Ads.

Im Affiliate Marketing ist man immer auch stark von den Partnern und deren Entwicklung abhängig. Bricht deren Platzierung etwa bei Google ein, so können sie weniger Nutzer erreichen und generieren damit auch weniger Umsätze.

Auf der anderen Seite kannst du über Affiliate Marketing ganz neue Kundengruppen ansprechen, abseits von Google und Facebook.

 

Welche Vorteile hat Affiliate Marketing

Affiliate Marketing sagt den meisten Kleinunternehmern gar nichts, obwohl dieser Online Marketing Kanal durchaus interessante Möglichkeit für Kleinunternehmer bietet. Nachdem du jetzt die berichtigte bzw. unberechtigte Kritikpunkte erfahren hast möchte ich dir auch die Vorteile des Affiliate Marketing nicht vorenthalten.

 

Erfolgsbasierte Vergütung

Der große Vorteil des Affiliate Marketing liegt eindeutig im Abrechnungsmodell. Im klassischen Affiliate Marketing mit einer PPS-Vergütung bezahlt man seinen Vertriebspartnern (= Affiliates oder Publisher) nur dann eine Provision, wenn auch eine entsprechende (Umsatz-/ Wachstums-relevante) Gegenleistung erfolgt ist. In der Regel sind dies Sales (=Bestellungen) oder Leads (Newsletter-Eintragungen).

Damit bist du auf der sicheren Seite, denn du gibst nur Geld aus, wenn dein Unternehmen Umsatz generiert. Bewirbt ein Publisher dein Unternehmen, ohne Umsätze zu erzielen macht er kostenlose Werbung für dich!

 

Neue Kundensegmente

Neue Kundensegmente erreichen ist eine Stärke des Kanals Affiliate, die oftmals unterschätzt wird. Die meisten Unternehmen glauben, sie erreichen mit Google bzw. Facebook alle potenziellen Kunden.

Allerdings kann ich dir aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass es viele potenzielle Kundengruppen gibt, die gerade über Affiliate Marketing zum ersten Mal gewonnen werden können. Das liegt daran, dass Affiliate-Geschäftsmodelle sehr vielseitig sind. So werden etwas Preis-affine Menschen eher über Gutschein, Preisvergleich oder Cashback-Portal aufmerksam als über Google. Aber auch in Nischen-Themen können Affiliate Webseiten als Türöffner fungieren. Oftmals gibt es hier Experten, die über einen Artikel oder ihre E-Mail Liste hochwertige Kundenkontakte herstellen können.

 

Risikofrei Outsourcen

Um das Optimum aus dem Online Geschäft herauszuholen braucht es einen hohen Grad an automatisieren. Leider sind viele Software-Tools bzw. online Dienst sehr kostenintensiv und daher für Kleinunternehmer nicht leistbar.

In einigen Bereichen habe sich technische Dienstleister darauf spezialisiert ihr Dienste auf Provisionsbasis anzubieten. Das beginnt bei PPC-Werbung und hört beim Zurückholen von Kaufabbrechern auf. Wenn du selbst wenig Ahnung von Adwords oder Facebook Ads hast bzw. deine Kaufabbrecher-Quoten zu hoch sind so solltest du ernsthaft überlegen, ob du nicht mit einer handvoll ausgewählten Publisher zusammenarbeiten willst. Vermutlich kommst du so schneller auf nennenswerte Ergebnisse, als wenn du selbst herum experimentierst.

 

Zusätzliche Einnahmen

Der vielleicht wichtigste Punkt warum sich Kleinunternehmer mit Affiliate Marketing auseinandersetzen sollte ist die Möglichkeit selbst als Publisher aufzutreten und so zusätzliche Einnahmen zu erwirtschaften.
Für dich und dein Business macht es aus zweierlei Gründen Sinn als Publisher aktiv zu werden. Einerseits lieferst du damit deinen Kunden Mehrwert bzw. ein breiteres Angebot, was dein Image und die Kundenbindung stärkt. Andererseits kannst du ohne Mehrausgaben bzw. ohne großen Aufwand Zusatzeinnahmen generieren.

Wie soll das funktionieren, fragst du dich?
Je nachdem welche Produkte oder Dienstleistungen du verkaufst kannst du deine Angebote mit Mehrwerten für deine Kunden anreichern, die dir wiederum Provisionen bringen. Hier 5 Beispiele für solche Zusatzumsätze, lasse dich davon inspirieren. ☺

  1. Eine kleine Hundeschule versendet an Teilnehmer ihrer Kurse regelmäßige E-Mails mit Tipps zur Hundehaltung. Dabei werden die Newsletter Inhalte, mit passenden Artikeln als Online Shops verknüpft. So könnte es in einem dieser Mails um artgerechtes Hundespielzeug gehen. Neben den Tipps werden auch direkt passende Artikel samt Links zu einem Online Shop vorgestellt.
  2. Eine Hotel hat in seine Website eine Schnittstelle zu einem Event-Portal integriert, über die Gäste bequem Tickets zu günstigen Preisen buchen können.
  3. Ein Trainer und Speaker für Geldangelegenheiten betreibt einen Blog in dem er auch über aktuelle Produkte am Markt referiert und die einzelnen Produkte bewertet. Natürlich setzt er auch Affiliate Links zu den beurteilten Banken.
  4. Ein mobiler Friseurdienst hat keinen Lagerplatz für Haarfarbe und -tönungen. Daher bestellt der Dienst die vom Kunden gewünschten Farben online und erhält dafür auch noch eine Provision vom online Friseurbedarf-Shop.
  5. Ein Outdoor Guide kann online gebucht werden. Im Anschluss an die Buchung sieht der Kunde eine Danke-Seite mit dem Inhalt: Hast du eigentlich schon die richtige Ausrüstung für unsere Tour? Schaue in unseren Partner Online Shop XY! Unsere Tourengeher-Kunden erhalten exklusiv 20% Rabatt!

 

Ich könnte dir noch beliebig viele weitere Beispiele nennen, die für den User Mehrwert liefern und dir als Kleinunternehmer zusätzliche Einnahmen bringen. Aber ich denke diese fünf Beispiele illustrieren schön, wie man Affiliate Marketing als Kleinunternehmer einsetzen kann, um eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschließen.

 

Ist Affiliate Marketing für Kleinunternehmer eine Alternative?

Ich persönlich würde keinem Einmann-Unternehmer und keinem Kleinunternehmer raten als Advertiser mit Affiliate Marketing ins Online Marketing zu starten. Nicht weil es nicht funktioniert oder hier nur Betrüger herumlaufen, sondern wegen des damit verbundenen Aufwands. Mit SEO und PPC-Kampagnen über Facebook oder Adwords kann man leichter und schneller Ergebnisse erzielen – sofern man sich damit auskennt.

Will man Affiliate Marketing richtig angehen, benötigt man vor allem Zeit. Du musst dich mit den einzelnen Partnern und deren Geschäftsmodellen vertraut machen bzw. deren Anforderungen bedienen können.
Wenn du etwas Erfahrung im Online Marketing gesammelt hast und siehst, dass dein Online Business erfolgreich läuft macht es mittelfristig sicher Sinn über ein kleines, aber feines Partnerprogramm nachzudenken.

Denn aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, du wirst mit Affiliate Marketing Kundensegmente erreichen in die Google oder Facebook nicht so leicht vordringen. Mit den richtigen Partnern an der Seite lassen sich viele neue Kunden erreichen, die man alleine nie erreicht hätte. Wo wir auch schon beim wichtigsten Aspekt wären!

Wenn du mit dem Gedanken spielst ein eigenes Affiliate Programm aufzusetzen ist es ganz wichtig, dass du dir vorab schon überlegt mit welchen Publisher-Modellen du gerne zusammenarbeiten möchtest und mit welchen nicht. Du solltest dir auch im klaren sein, dass du dir die Provisionen leisten und den Pflegeaufwand stemmen kannst.

 

Solltest du noch weiteren Input, Kritik, Anregungen oder Lob für meinen Beitrag haben, schreibe bitte einen Kommentar. Meine Leser und ich freuen uns über jeden sinnvollen Input zum Thema Affiliate Marketing.

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1 Comments

  1. Pingback: VIP Affiliate Club von Ralf Schmitz - mein persönlicher Review

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