Die Geschwindigkeit deiner Website ist ein ganz entscheidender Faktor dafür, ob deine Website von Google gut platziert wird, ob deine Besucher eine positive Benutzererfahrung bekommen und ob deine Conversion-Rate gut oder mies ist. Kurz gesagt, dein “Website Speed” ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für dein Online Business!

Damit du erkennst, wie schockierend wichtig der Page Speed ist möchte ich dir kurz von einer Amazon-Studie berichten. Amazon berechnete, dass eine nur eine Sekunden längere Ladezeit, dem Unternehmen jährlich 1,6 Milliarden US-Dollar Umsatz kosten würde. Vielleicht denkst du jetzt: “Was hat Amazon mit meinem Business zu tun, die spielen doch in einer ganz anderen Liga!” Klar ist Amazon ein globaler Konzern, aber die relativen Verhältnisse lassen sich auf jede Unternehmensgröße umlegen. Eine Sekunde langsamer, bedeutet für den Weltmarktführer Amazon einen 7%igen Umsatzrückgang! Jetzt stelle dir einmal vor, wie sich das auf kleineren Webseitenbetreiber auswirkt, die nicht nicht ein solches Kundenvertrauen wie Amazon genießen?! Die Einbußen wären noch deutlich höher!

Der Grund dafür ist einfach: Mittlerweile haben sich Internet-Nutzer daran gewöhnt, dass Webseiten in wenigen Sekunden verfügbar sind. Sollte deine Seite nicht schnell genug laden werden die meisten User abbrechen, zu Google zurückkehren und auf einer anderen Seite nach der Lösung ihrer Probleme bzw. Erfüllung ihrer Wünsche suchen. Üblicherweise gelten zwei bis drei Sekunden als maximal zulässige Ladezeit. Fast die Hälfte der Internetnutzer erwartet zumindest eine solche Ladezeit, wenn nicht kürzer.

 

Was ist ein Website Speed Test & was bringt er dir?

Nun weißt du, dass die Ladezeit deiner Website extrem wichtig ist. Aber woher weißt du wie lange deine Website zum Laden benötigt und noch wichtiger, wer sagt dir was du verbessern kannst/ sollst?

Genau hier kommt der Website Speed Test ins Spiel und liefert dir jene Informationen die du benötigst. Er zeigt dir wie gut deine Website aktuell funktioniert bzw. wie viele Sekunden sie zum Laden benötigt. Außerdem liefert dir so ein Test zusätzliche Informationen zu Problemfelder bzw. Vorschläge zur Verbesserung von langsamen Ladezeiten.

 

Wie setzt du einen Website Speed Test um?

Einen Page Speed Test umzusetzen ist denkbar einfach. Es gibt im Internet unzählige Dienst, die deine Website für dich analysieren. Du musst nur eine solche Website aufrufen, deine URL eingeben und per Knopfdruck die Analyse starten.

Im weiteren Beitrag stelle ich dir drei kostenlosen Online-Speed-Test-Tools vor, erkläre dir wie du mit den Ergebnisse umgehen solltest und liefere dir abschließend 5 konkrete Optimierungs-Tipps mit denen du deine Website deutlich schneller machen wirst.

 

Kostenlose Website Speed Test Dienste

Es gibt eine Menge Website Speed Test Dienste im Internet, mit unterschiedlicher Qualität. Ich werde dir hier drei Page Speed Tests vorstellen, die nicht nur testen wie viele Sekunden deine Website zum Laden benötigt, sondern dir auch Verbesserungsvorschläge liefern.

Übrigens, es lohnt sich, deine Website mit allen drei angeführten Diensten zu testen. Mitunter liefern sie nämlich unterschiedlicher Optimierungsvorschläge, so bekommst du eine umfangreiche Optimierung-Checkliste und kannst alle Aspekte berücksichtigen, um deine Website schneller zu machen.

 

Pingdom Website Speed Test

Das vielleicht bekannteste Website Speed Test Tool heißt Pingdom. Mit Pingdom kannst du deine Website in kürzester Zeit durchleuchten. Es wirft dir mehrere Performance-Kennzahlen aus und vergleicht deine Website mit allen anderen getesteten Webseiten. Je nachdem wo du deine Zielpublikum hast kannst du auch fiktive Testorte (für Europa Stockholm wählen) festlegen. Der mitgelieferte Bericht hebt kritische Bereiche mit Optimierungspotenzial  hervor. Weiters wird ein Wasserfall-Diagramm angeführt, das zeigt wann und wie verschiedene Elemente auf der Seite geladen werden.

Screenshot des Page Speed Tests von Pingdom

Über folgenden Link gelangst du zum Website Speed Test von Pingdom:

https://tools.pingdom.com/

 

Google PageSpeed Insights

Eine weitere beliebte Option ist Google PageSpeed ​​Insights. Dieses Tool ist von Google selbst und zeichnet sich besonders durch die Unterstützung bei der Behebung von Geschwindigkeitsproblemen auf dem Handy aus. Die Ergebnisse werden in Tabs für Handy und Desktop unterteilt. Jeder Tab gibt dir eine Punktezahl an, wobei die Höchstpunktzahl 100 ist. Außerdem werden dir auch hier Listen der möglichen Optimierungspotenziale ausgewiesen.

Google Page Speed Insights Screenshot

Über folgenden Link gelangst du zum Website Speed Test von Page Speed Insights:

https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de

 

GTmetrix

GTmetrix ist ein weiteres, nützliches Page Speed Testinstrument. Es zieht seine Daten aus Google PageSpeed ​​Insights und Yahoo YSlow, um verschiedene Perspektiven auf deine Webseiten Geschwindigkeit bzw. damit verbundener Probleme zu bekommen. Der große Vorteil dieses Tools sind die sehr klaren Verbesserungsvorschläge mit denen sich die richtigen Maßnahmen einleiten lassen.

GTmetrix Website Speed Test Screenshot

Über folgenden Link gelangst du zum Website Speed Test von GTmetrix:

https://gtmetrix.com/

 

Wie du mit den Page Speed Test Ergebnissen umgehen solltest

Jedes der angeführten Website Speed Test-Tools wertet die Daten auf ein andere Weise aus. Daher werden die einzelnen Ergebnisse nie zu 100% übereinstimmen, auch werden die Optimierungsvorschläge vermutlich nicht 1:1 ident sein.

Aber das ist auch nicht zwingend erforderlich. Viel wichtiger ist, dass du weißt wo du im Moment stehst und welche Möglichkeiten du hast um die Ladezeit auf zwei bis drei  Sekunden zu verringern, idealerweise unter 2 Sekunden. Damit du diees Ziel erreichst liefern dir alle drei Tools ausreichend Optimierungspotenziale. Entscheidend ist nun, dass du Schritt für Schritt vorgehst. Am besten hältst du dich dabei an die Priorisierung der Tools, denn sie liefern dir eine Liste mit allen möglichen Optimierungsmaßnahmen, nach Wichtigkeit geordnet.

 

5 Schnelle Tipps um die Ladezeit deiner WordPress Website zu verkürzen

Glücklicherweise bietet WordPress zu einigen dieser Geschwindigkeitsprobleme relativ simple Lösungsansätze, etwa mittels Plugins. Für viele Webseiten-Betreiber ist dies ein viel einfacherer Weg, um die Vorschläge, der Page Speed-Test Tools umzusetzen, als manuelle Änderungen vorzunehmen. Natürlich ist das Hinzufügen von mehr Plugins nicht immer hilfreich für die Ladezeiten. Daher ist es empfehlenswert  laufend zu testen welche der Plugins hilfreich sind und welche die Ladezeiten weiter belasten.

Ich habe dir im folgenden Abschnitt 5 sehr einfache aber effektive Tipps zusammengefasst mit denen du die Ladezeit deiner Website dramatisch verkürzen wirst. Da es sich hier um wirklichen Premium Inhalt handelt, möchte ich diesen nur mit wirklich interessierten Menschen teilen! Wenn du wirklich interessiert an den Tipps bist klicke unterhalb entweder auf den Facebook oder Twitter Button sobald du das gemacht hast werden dir die 5 Tipps angezeigt! 

 

Tipp 1: Weg mit überflüssigen Ballast

Wenn du WordPress für eine Weile im Einsatz hast, kann es passieren, dass du jede Menge Unnützes auf deinem Server liegen hast. Daten, die die Ladezeit deiner Website belasten und verlangsamen. Daher solltest du in regelmäßigen Abständen ausmisten! Denn nichts geht schneller und einfacher, als unnötigen Daten zu eliminieren/ löschen. In diesem Zusammenhang möchte ich dir jene drei Bereiche nennen, die besonders häufig für Datenmüll sorgen:

 

Nicht benötigte Themes

Wer kennt es nicht. Man installiert WordPress und hat bereits drei Basis-Themes vorinstalliert. Doch meistens sind diese Vorlage unbrauchbar, daher lädt man sich weitere Themes herunter und probiert aus welches am Besten passt.

Hat man dann ein geeignetes Theme gefunden geht man voller Enthusiasmus ans Werk und erstellt die Website, die anderen installierten Theme geraten in Vergessenheit.  Nicht selten besitzen WordPress Webseiten 3 oder noch mehr ungenützte Themes. Du brauchst sie nicht, als lösche sie!

 

Ungenutzte Medien

Grafiken sind einer der größten Ressourcen-Fresser für den Website Speed. Das bedeutet einerseits, dass deine Grafiken optimiert werden sollten – dazu später mehr. Andererseits aber auch, dass nicht benötigte Grafiken bzw. andere Medien (Videos, PDF`s, etc.) weg müssen! Auch hiermit gehen die meisten Webmastern sorglos um und laden unzählige Bilder hoch, probiert sie und vergessen dann nicht genutzte Elemente zu löschen..

Daher empfehle ich dir: Räume deine Mediathek auf und lösche alle Grafiken, Videos, etc. die nicht auf deiner Website publiziert werden. Du wirst erstaunt sein, welche Effekt das hat!

 

Nutzlose Plugins & Ressourcen-Fresser Plugins

Bestimmt hat sich auch bei dir eine Reihe von Plugins angesammelt, die du nicht mehr verwendest. Was auch immer der Grund dafür ist, dass die Plugins nicht genutzt werden, es lohnt sich ein paar Minuten in einen Plugin-Check samt Plugin-Bereinigung zu investieren. Plugins benötigen, wie alles andere auf deiner Website, Ressourcen und je mehr du installiert hast, desto mehr Ressourcen werden vereinnahmt. Daher solltest du alle ungenutzten Plugins deaktivieren und anschließend löschen.

 

Es gibt aber auch Bereiche, wo man auf Plugins nicht verzichten kann. Aus diesem Grund sollte man die Kapazitäten-Auslastung der installierten Plugins prüfen. Am einfachsten funktioniert das mit dem Plugin P3 (Plugin Performance Profiler). Anhand eines Kreisdiagramms zeigt dir P3 wie der anteilsmäßige Ressourcenaufwand deiner Plugins aussieht. Sollten hier größere Ressourcen-Fresser zu Tage kommen kannst du dich nach Alternativen umsehen.

 

Tipp 2: Installiere & aktiviere Caching Plugin

Caching Plugins tun so viel mehr als nur statische Versionen deiner Website zu speichern, um sie so schneller zu laden. Gute Caching-Plugins verringern auch unnötiges HTML, CSS und JavaScripts. Du wirst bei deinen Website Speed Tests mit ziemlicher Sicherheit Optimierungsvorschläge in den drei genannten Bereichen erhalten, daher ist extrem wichtig ein Caching Plugin einzusetzen.

 

Caching Plugins Empfehlungen

WP Fastest Cache ist eines der beliebtesten und besten Gratis-Caching-Plugins, aktuell haben es über 300.000 Webseiten im Einsatz, außerdem hat es eine 5-Stern Bewertung (bei über 1.500 abgegeben Bewertungen). Das Plugin ist sehr einfach einzurichten und leistet gute Dienste. Wenn du erweiterte Einstellungen und eine größere Kontrolle über dein Caching benötigst, ist das Plugin W3 Total Cache eine sehr gute Alternative.

Sollte dir das Website-Caching so wichtig ist, dass du auch Geld dafür ausgeben willst kann ich dir das Plugin WP Rocket empfehlen. Es ist seinen Preis wert und liefert wirklich beeindruckende Ergebnisse, ist aber trotzdem einfach zu implementieren. Viele Online Marketing Profis schwören auf dieses Plugin!

 

Tipp 3: Benutze ein CDN

CDN steht für Content Delivery Network und dient dazu deinen Besuchern die Dateien, aus denen sich deine Website zusammensetzt, von jenem Server, der ihnen am nächsten liegt, zu übermittel. Man kann es sich wie ein Netz mit regional verteilten und über das Internet verbundenen Knoten (Servern) vorstellen. Jeder Internet-Nutzer greift auf den ihm nächstgelegensten Server zu. Das ermöglicht, dass auch große Mediendateien rasch ausgeliefert werden können, indem die Dateien von mehreren Orten auf der ganzen Welt bedient werden. So sollten deine Webseiten-Besucher konsequent schnelle Ladezeiten erleben können.

Viele Caching-Plugins, wie die oben genannten, besitzen eine CDN-Funktion, wenngleich es große Qualitätsunterschiede gibt. Deshalb bevorzugen einige Webmaster eigenständige CDN-Lösungen, wie Amazon CloudFront, Cloudflare oder MaxCDN.

Ich empfehle dir zu Anfang die CDN-Funktion deines Caching-Plugins zu aktivieren. Oft ergeben sich daraus schon tolle Ergebnisse. Es ist eine weitere großartige Möglichkeit um den Website Speed dramatisch zu erhöhen – mit nur einem Mausklick!

 

Tipp 4: Setze Lazy Loading ein

„Lazy Loading“ ist ein Feature, das entworfen wurde, um Webseiten schneller zu laden. Auf Deutsch übersetzt bedeutet Lazy Loading, langsames oder faules Laden. Genau das tut dieses Feature! Es lädt nur jene Elemente einer Website, die im sichtbaren Bereich liegen. Vielleicht hast du dich schon einmal über Lazy Load Webseiten gewundert?! Während du scrollst, werden immer andere bzw. neue Elemente geladen, je nach Bedarf. Das führt dazu, dass weniger Bandbreite benötigt wird und deine Seite insgesamt schneller wird.

Einige WordPress-Themes sind bereits von Haus aus auf schnellere Ladezeiten optimiert und haben Lazy Load inkludiert. Bei den allermeisten Themes bzw. kostenlosen Standard-Themes ist das nicht der Fall. Aber auch hier kannst du mit einem kostenlosen Plugin Abhilfe leisten. BJ Lazy Load nennt sich das gute Stück! Es umfasst so ziemlich alles, von eingebetteten Videos bis hin zu Gravatar Thumbnails.

Lazy loading ist eine großartige Lösung, um Page Speed Test-Probleme wie „priorisieren sichtbare Inhalte“ zu beheben. Es kann auch dazu beitragen, beschleunigte mobile Ladezeiten zu erreichen, was in der heutigen Zeit mit immer mehr mobilen Internetnutzern immens wichtig ist.

 

Tipp 5: Optimiere deine Grafiken

Nun, wo du die ersten vier einfachen und schnellen Schritte gesetzt hast kommen wir zum Abschluss noch zu einer simplen, aber etwas Zeit-intensiveren Maßnahme.Vielleicht kannst du es dir ja schon denken, es geht um die Daten-Optimierung bzw. Komprimierung deiner grafischen Elemente.

Die Grafik-Optimierung ist der am häufigsten genannte Vorschlag von Page Speed-Tools. Wie schon erwähnt geht es darum, die Datenmenge zu verschlanken und so deine Seite schneller zu machen. Um das zu bewerkstelligen kannst du an folgenden Punkten den Hebel ansetzen:

  1. Wahl des Datei-Typs
  2. Gezielte Reduzierung der Dateigröße
  3. Skalierung der Grafik

Wie du diese drei Bereiche korrekt optimierst und worauf dabei zu achten ist habe ich in meinem Beitrag “Onpage Optimierung: Bilder SEO optimieren – 8 Praxistipps ausführlich beschrieben.

Zusammenfassung

Es stehen dir viele, großartige Speed-Test-Tools zur Verfügung. Mit deren Hilfe du in kurzer Zeit die Ladezeit deiner Website drastisch nach unten skalieren kannst und verbesserst so einerseit die Nutzererfahrung deiner Webseiten-Besucher und verbesserst andererseits deine Chancen im Google Ranking weiter vorne zu landen drastisch.

Die angeführten  Page Speed Tools liefern dir eine Fülle an Informationen und Optimierungsvorschläge, daher ist es wichtig dich auf jene zu fokussieren, die große Wirkung zeigen UND trotzdem schnell bzw. einfach umsetzbar sind.

Meine 5 Tipps zur Ladezeitenoptimierung von WordPress liefern dir einfache und schnell umsetzbare Maßnahmen, die eine massive Verbesserung bringen. Nimm dir diese wenigen Minuten Zeit, um die 5 Tipps umzusetzen. Sie sind bestens investiert!

Eine schnellere Ladezeit schlägt sich zudem auch in anderen, wichtigen Kenngrößen nieder, etwa in einer niedrigeren Absprungrate, oder verbesserten Conversion-Rate.

Wenn du die Ladezeit deiner Website schon einmal optimiert hast, würden mich deine Erfahrungen interessieren. Was hat bei dir sehr gut funktioniert? Wie bist du vorgegangen? Du kannst auch gerne die Page Speed Tipps aus diesem Beitrag umsetzen und anschließend deine Ergebnisse im Kommentar schildern. Auch das würde ich sehr spannend finden!

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